StartseiteFirmen in KärntenEintrag ins FirmenverzeichnisApotheken Bereitschaftsdienste KärntenKärntenTop DownloadsTipps & TricksNewsletterKoch - RezepteProduktauswahl FirmenEintragBestellung Premium oder Basis!




» << zurück zur Übersicht >>

Geographische Lage


Der Markt Paternion liegt im Unteren Drautal rund 18 km nordwestlich von Villach. Das Gemeindegebiet umfasst Teile des Unteren Drautales und der Gailtaler Alpen. Nachbargemeinden sind, im Norden beginnend im Uhrzeigersinn: Ferndorf, Fresach, Weißenstein, Bad Bleiberg, Sankt Stefan im Gailtal, Hermagor-Pressegger See, Weissensee und Stockenboi.

Kultur und Sehenswürdigkeiten )

  • Kirche St. Paternianus in Paternion (barocker Bau, 1676 vollendet)
  • Schloss Paternion
  • Schloss Kreuzen
  • Kirche St. Georg in Feistritz/Drau
  • Kirche Maria am Bichl in Feistritz/Drau
  • Ruinen der Fliehburg in Duel
  • Koflachgraben - lange Schlucht des Kreuznerbaches von Kreuzen bis Mögere, zu Fuss durchwanderbar
  • neue Kirche in Feffernitz

Geschichte


Im Gemeindegebiet gibt es Funde aus der Hallstattzeit (Steinbeile, Grab). Seitdem ist das Gebiet dauernd besiedelt. Wichtig dafür waren die Blei-, Zink-, Kupfer- und Eisenvorkommen, aber auch die goldhaltigen Schotter und Sande einiger Bäche. Bei einer Siedlung auf dem Nikelsdorfer Feld handelte es sich um eine Mithrasgemeinde, hier wurde ein dem "unbesiegten Gotte Mithras" geweihter Stein gefunden.

Auf dem Dueler Hügel wurde um 400 n. Chr. von den Römern eine Burganlage errichtet. Hier stand auch eine frühchristliche Pfeilerbasilika, von der nur Fundamente erhalten sind. Burg und Kirche wurden im 7. Jahrhundert zerstört.

1296 wurde der Name St. Paternianus erstmals urkundlich erwähnt. Er leitet sich vom italienischen Bischof Paternianus († um 340) ab, was auf die Zugehörigkeit des Gebietes zum Patriarchat Aquileia hinweist. Die Burg wurde 1354 erstmals erwähnt, als Herrschaft 1523. Ferdinand I. erhob Paternion am 28. Juni 1530 zum Markt.

Im Jahr 1850 konstituierte sich die Großgemeinde Paternion, an die 1865 die aufgelöste Ortsgemeinde Rubland angeschlossen wurde, die Katastralgemeinden Kellerberg und Töplitsch hingegen wurden 1899 abgetrennt, aus ihnen entstand vorübergehend die eigenständige Ortsgemeinde Kellerberg, die schon 1905 in der Gemeinde Ferndorf aufging.

1928/29 wurden Burg und Kirche auf dem Dueler Hügel unter der Leitung von Rudolf Egger ausgegraben.

Im Zweiten Weltkrieg waren Zwangsarbeiter in Rubland, Gemeinde Paternion, eingesetzt. Ein Zwangsarbeiter bekam von seinem Arbeitgeber sogar neue Schuhe gespendet. Einen Augenzeugenbericht eines Zwangsarbeiters (basierend auf einem Interview) finden Sie im Buch Stefan Karner,Zwangsarbeit in der Land- und Forstwirtschaft 1939-1945,Wien 2004,Seite 519-525.

Nach Kriegsende 1945 wurde Odilo Globocnik auf einer Almhütte im Gemeindegebiet von britischen Truppen gefangengenommen und beging am 31. Mai 1945 Selbstmord.

Wappen


Eine Wappen- und Siegelführung ist für die Marktgemeinde bereits seit mindestens 1713 nachgewiesen, es wurde dem Markt vermutlich im 17. Jahrhundert verliehen oder einfach übernommen. Die Vorlage für das heutige Wappen lieferte das älteste überlieferte Siegel aus dem Jahr 1713. Da Paternium nie ummauert war, symbolisieren die bezinnten Mauern und der Turm im Schildfuß wohl die bürgerliche Selbstverteidigung, aus der der Pfarr- und Marktpatron Paterniaus als Wächter und Verteidiger herauswächst.

Wappen und Fahne wurden der Marktgemeinde am 2. Juni 1980 offiziell verliehen. Die heraldische Beschreibung lautet:

In Rot aus silberner vierzinniger Mauer mit dreizinnigem Torturm wachsend der Heilige Paternianus in silbergefaßtem blauen Mantel, gleicher Mitra und violettem Unterkleid, in der linken ein offenes silbernes Buch, in der Rechten einen silbernen Bischofstab haltend. Die Fahne zeigt die Farben Rot-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.
(Quelle: Gemeinde-Website)

» << zurück zur Übersicht >>


Nach oben