Gemeindegliederung
Die Marktgemeinde Velden ist in neun Katastralgemeinden (Augsdorf, Dieschitz, Duel, Kerschdorf ob Velden, Köstenberg, Latschach an der Drau, Lind ob Velden, St. Egyden, Velden am Wörther See) gegliedert und umfasst 30 Ortschaften
Im Jahre 1853 nahm die Linienschifffahrt mit dem Raddampfer „Maria-Wörth“ ihren Betrieb auf. Elf Jahre später wurde der Wörthersee durch die Verlängerung der Südbahn von Klagenfurt nach Villach an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Im selben Jahr, 1864, begann mit der Eröffnung der ersten Badeanstalt in Velden, der bald weitere folgten, die Entwicklung zum Kurort.
Am 13. März 1881 ereignete sich ein Großbrand, der das alte bäuerliche Velden vernichtete und dazu beitrug, dass Velden noch vor Beginn der Badesasion zu einem Villen-Kurort ausgebaut wurde.
Den Namenszusatz „am Wörther See“ führt die Gemeinde seit 1893, Marktgemeinde ist Velden seit dem 2. Mai 1947.
Geschichte
Die älteste urkundliche Erwähnung von Velden stammt aus dem Jahr 1150. Der Name leitet sich von Velben (Weide) ab.
Seit dem 12. Jahrhundert gehörte das Veldener Gebiet zur Herrschaft und Burg Hohenwart, die im Lauf der Jahrhunderte im Besitz der Grafen von Ortenburg und Cilli, des Millstätter St. Georgsritterordens und der Habsburger waren. 1545 die erwarben die Khevenhüller die Herrschaft über Landskron und Velden. Die ab 1603 selbständige Herrschaft Velden ging im Zuge der Gegenreformation 1629 in den Besitz der Grafen von Dietrichstein über.
Bei der Auflösung der Herrschaft durch das Gemeindegesetz vom 17. März 1849 umfasste das Gemeindeterritorium die Katastralgemeinden Velden, Augsdorf, Duel, Lind Emmersdorf, Kerschdorf, Köstenberg und Sand. Am 1. Jänner 1850 wurde aus diesen Gemeinden die selbständige Großgemeinde Velden, die im 19. und 20. Jahrhundert mehrmals ihre Größe änderte. Bei der Neuordnung der Gemeindestruktur in Kärnten 1972/73 wurde das Gemeindegebiet etwa auf die Größe von 1850 zurückgeführt.
Kaiserbrunnen
Zur Erinnerung an das 60. Regierungsjubiläum Seine Majestät des Kaisers Franz Josef I. (1848 - 1908) wurde der „Kaiserbrunnen“ unweit des Veldener Zugbahnhofes errichtet. Er spendet Hochquellen-Trinkwasser als erquickendes Labsal für Durstige. Das Wasserwerk in Velden-Schiefling ist zuständig. Renoviert wurde der Brunnen im Jahre 1969.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die Pfarrkirche Hl. Johannes der Täufer in Kranzlhofen wurde zwischen 1175 und 1181 erstmals urkundlich erwähnt.
- Die Pfarrkirche Heiliger Georg in Sternberg.
- Die Pfarrkirche Unsere Liebe Frau am Westrand der Ortschaft Velden wurde 1937 erbaut, war zunächst Filiale von Kranzlhofen und ist seit 1949 eigenständige Pfarre.
- Das Schloss Velden wurde von 1590 bis 1603 durch Barthlmä Khevenhüller als Lustschloss bzw. Alterssitz erbaut. Im Jahr 1639 kam es in den Besitz der Grafen von Dietrichstein. Große Teile des ursprünglich dreigeschossigen Gebäudes wurden bei einem Brand im Jahr 1762 zerstört. Ein Wiener Industrieller ließ das Gebäude Ende des 19. Jahrhunderts nach Plänen des Architekten Wilhelm Heß im Stil der Neorenaissance umbauen bzw. nach alten Plänen neu errichten und eröffnete 1890 ein Hotel darin. Weitere Um- und Ausbauten folgten in den 1920er- und 30er-Jahren unter der Leitung von Franz Baumgartner. Ab 1952 diente das Schlosshotel auch als Drehort für Filme und Fernsehproduktionen, die bekannteste darunter ist die TV-Serie Ein Schloß am Wörthersee (1990-92); an deren Hauptdarsteller Roy Black erinnert eine Gedenkbüste im Café schräg gegenüber dem Schloss. Gunter Sachs erwarb Schloss Velden 1990 und ließ es aufwändig renovieren. 2003 verkaufte er es an einen Immobilien-Verbund, dieser eröffnetete mit der US-amerikanischen Hotel-Gruppe Westpeace unter der Marke „Capella“ das Schlosshotel zu Pfingsten 2007 neu.[1]
- Das Casino Velden wurde 1922 eröffnet und 1934 durch die staatliche Österreichische Casino AG (heute Casinos Austria AG) übernommen. Ein im November 1987 begonnener Neubau wurde 1989 seiner Bestimmung übergeben
Wappen
Seit etwa 1900 wurde von der Gemeinde ein Wappen mit dem Schlossportal auf einem mit Seerosen belegten Wellenschildfuß verwendet. Die heutige Form geht auf einen Entwurf des lokalen Grafikers Heinrich Ebner zurück. Wellenschildfuß und Seerose charakterisieren die Lage des Hauptortes am Wörthersee, das manieristische Schlossportal von 1603 erinnert an die Khevenhüller und deren Lustschloss in Velden. Das Wappen wurde der Marktgemeinde am 4. September 1965 offiziell verliehen. Die amtliche Blasonierung lautet:
„Ein von Rot und Blau im silbernen Wellenschnitt im Verhältnis 3 zu 2 geteilter Schild, dessen unteres Feld von sechs zum Schnitt parallelen silbernen Wellenlinien geteilt ist. Im Schildfuß eine goldene, schwarz gefasste Seerose mit drei grünen, schwarz gefassten Blättern, die von einem bis zu oberene Schildrand reichenden silbernen, schwarz gefugten Rustikaportal (Form des Veldener Schlossportals) überhöht wird.“
Die Fahne ist Rot-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.
(Quelle:Wikipedia)










































