Schon Babys erster Zahn ist Attacken von außen ausgesetzt. Eltern tun gut daran, ihn zu hegen und zu pflegen. Wir sagen Ihnen, warum!
Es gibt sie noch immer – die weitverbreitete Meinung, dass kaputte Milchzähne „nicht so schlimm“ sind, weil ja sowieso neue hinterher kommen. Aber das stimmt nicht. Ein gesundes Milchgebiss ist die Grundlage für die Zahngesundheit in späteren Jahren. Primar DDr. Hubert Blatnig, Leiter des GKK-Zahnambulatoriums: „Milchzähne sind wichtige Platzhalter für die „zweiten“ Zähne. Muss ein Zahn gezogen werden, kann sich der bereits im Kiefer befindliche bleibende Zahn nicht mehr an den richtigen Platz einordnen. Die Folge sind häufig Fehlstellungen, die Kauen, Sprache und Aussehen
beeinträchtigen und teure Korrekturen und Zahnregulierungen nach sich ziehen.“
Schwarze Ruinen
„Es gibt schon Zweijährige, deren obere Scheidezähnchen regelrecht abgefault sind“, weiß Primar Blatnig aus Erfahrung. Sehr oft sind zuckerhaltige Speisen und gesüßte Getränke daran schuld. Wenn die Milchzähne aber permanent von Zucker umspült werden, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der
Milchzahnschmelz zerstört ist.
Prim. Blatnig: „In einem halben bis dreiviertel Jahr kann bereits eine handfeste Karies entstehen – und das obwohl die Zähne geputzt werden.“ Die Experten sprechen in diesem Fall vom so genannten „Nursing Bottle Syndrom“ (Nuckelflaschen-Syndrom).
Erziehung zur Zahnpflege
Schon Babys sollten an regelmäßige Zahnpflege gewöhnt werden. Sie müssen merken: Es tut sich immer was im Mund! Vom ersten Zahn an werden Papa und Mama die Zähnchen mit einem Wattestäbchen reinigen – zunächst noch ohne Pasta. Eine spezielle Kinderzahnpaste, die nicht zu scharf sein darf und eine kleine Zahnbürste mit weichen Borsten, kommen etwa ab Mitte des zweiten Lebensjahres zum Einsatz.
Nachputzen muss sein
Kinder machen auch noch im Volksschulalter Putzfehler. „Sechsjährige haben weder die motorischen Fähigkeiten, noch die Ausdauer, sich die Zähne richtig zu putzen“, weiß Dr. Blatnig. „Da werden dann ganze Zahngruppen ausgelassen und besonders die großen Mahlzähne im hinteren Bereich vernachlässigt.“ Sein Appell an alle Eltern: „Nachputzen! Nicht nur bei Kleinkindern, sondern auch noch im ersten Volksschuljahr. Selbst in der dritten und vierten Klasse ist eine Kontrolle jeden zweiten Tag empfehlenswert.
Quelle gesundes Kärnten GKK






































